

Wie kein anderer Dresdner Stadtteil spiegelt die Friedrichstadt die Zusammenhänge zwischen örtlicher, regionaler und landesweiter Schulpolitik wider. Das hängt auch damit zusammen, dass die 48. Grundschule ein historisches Gebäude nutzt, in dem ununterbrochen seit 1785 unterrichtet wird – Dresdens ältestes Schulhaus. Geschaffen wurde diese Schule einst als Real- und Armenschule für die Einwohner der Friedrichstadt. Diese Schulen haben sich später zu Distrikts-, Bezirks- und Bürgerschulen entwickelt.
Das Schulmuseum befindet sich im früheren Jungenhaus der III. Bürger- und späteren 48. Grundschule. Es will im Rahmen einer Sonderausstellung die Geschichte der Friedrichstädter Schulen darstellen. Dazu gibt es einige Besonderheiten. So befanden sich in dem barocken Gebäude einst die erste Realschule Sachsens und das Königlich-sächsische Lehrerseminar. Erforderlich waren diese Einrichtungen durch die voranschreitende industrielle Entwicklung des Landes geworden.
Über die „niederen“ Schulen und das Seminar hinaus existierten in der Friedrichstadt auch das Freimaurerinstitut auf der Institutsgasse, das später zum „Freimaurer-Institut für Knaben“ wurde.. Die Mädchen erhielten eine eigene Freimaurerschule an der Löbtauer Straße. Ebenso gab es hier einige katholische Schulen, den ersten Fröbel-Kindergarten in Dresden und die Königlich-Sächsische TurnlehrerBildungsanstalt.
All das und viele weitere Fakten und Geschichten zur Geschichte und den Schulen des bekannten Stadtteils, das einst vor den Toren der Residenzstadt lag und von den Kurfürsten sowie dem Hofadel besonders geschätzt wurde, erfahren Sie in der Sonderausstellung, die bis Ende September geöffnet ist.
Wer mehr wissen möchte, der klicke auf diese Links!